Minicamper-Ausbau Teil 1: Die Liegefläche

Ein Bett ins Auto bauen?!

Wie wird aus einem ganz normalen Kleinwagen ein Wohnmobil im Miniformat? Ganz einfach! Baue dir ein Bett hinein und los kann’s gehen! 🙂

Minicamper-Ausbau Teil 1, Die Liegefläche bauen

Aufgrund der unterschiedlichen Maße und Höhen unterteilt sich die Liegefläche in drei Teile:

1. Das Fußteil

Aus rohen MDF-Platten (= mitteldichte Holzfaserplatten) habe ich mir im Baumarkt Bretter für die Holzrahmen zuschneiden lassen und diese zu zwei gleichgroßen Holzrahmen für den Kofferraumboden verleimt und verschraubt. Die Rahmen gleichen die Höhe zu den umgeklappten Rücksitzen aus und bieten gleichzeitig etwas Stauraum.

Auf die Holzrahmen kommt jeweils eine passende Abdeckplatte, die ich zuerst nur mit Holzklötzchen vor dem Verrutschen geschützt habe. Inzwischen habe ich die Deckel allerdings noch zusätzlich gesichert, damit sie auch bei einem Aufprall o.ä. nicht durch das Fahrzeug fliegen.

 

Ein komplettes Fußteil: Holzrahmen mit Deckel und Auflager aus Kantholz für die Mittelplatte. Die Ecken des Holzrahmens habe ich (nach diesem Foto) noch mit meinem Schwingschleifer leicht abgerundet.

 

2. Die Mittelplatte

Die durchgehende Mittelplatte besteht ebenfalls aus einer MDF-Platte. Sie ist hinten an den Holzrahmen im Kofferraum fixiert und liegt nach vorne einfach auf den umgeklappten Rückenlehnen der Rücksitzbank auf.

Die Ecken der Mittelplatte habe ich dann noch entsprechend der Form der Rücksitz-Rückenlehnen rund zugesägt.

 

3. Das Kopfteil

Bisher habe ich nur eine der zwei Kopfplatten im Bereich der Vordersitze über Steckscharniere montiert. So kann ich das Kopfteil jederzeit abnehmen oder zurückklappen, wenn der Beifahrersitz in eine aufrechte Position kommen soll.

Zum Schlafen muss der Beifahrersitz für eine ausreichende Liegelänge (knapp 1,80m) dann wieder nach vorne geklappt werden.

Als Auflager für das Kopfteil dient ein kleiner Rahmen aus Kanthölzern, der in den Fußraum hinter den Beifahrersitz gestellt wird.

 

Und so sehen die rohen Platten als Liegefläche dann aus:

Im Grunde würde das schon reichen. Isomatte darauf legen und ein einfaches Bett wäre fertig …

Da ich es aber gerne etwas gemütlicher habe und meinem Ruf als Raum.Coach ja auch gerecht werden muss ;), soll eine richtige Matratze auf die Liegefläche kommen. Damit diese nicht verrutscht und für etwas mehr Wohnlichkeit, habe ich einen einfachen Nadelfilz-Teppich zum Bekleben der Platten zugeschnitten.

  

Für eine gute Belüftung der Matratze wurden zuvor noch mehrere Löcher in die Platten gebohrt.

 

Danach konnte der Teppich entsprechend mit Löchern versehen und mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt werden.

 

 

Jetzt kann es schon fast auf Tour gehen!

Minicamper-Ausbau: Liegefläche

Im nächsten Teil findest du das DiY für die Minicamper-Matratze.

 

Bauanleitung für die Liegefläche des Minicamper-Ausbau

Auf vielfachen Wunsch hier noch die Skizze mit groben Maßen meines Ausbaus. 

Bitte messe unbedingt an deinem Fahrzeug nach, auch wenn es sich ebenfalls um einen Steppy handelt. Schon bei einem anderen Baujahr können sich neue Maße ergeben. 

3 Kommentare:

  1. Hallo, wow das hast du ja super gemacht sieht toll aus. Ich hab auch einen Renault Clio und würd mir das auch gern so machen. Hast du vielleicht die Abmessungen noch, das wär mir eine große Hilfe, lg danke alexandra

    • Hallo Alexandra,
      vielen Dank für das nette Feedback! Ich wurde auch bereits an anderer Stelle um die Maße bzw. Pläne gebeten und werde versuchen, sie so schnell wie möglich hier einzustellen. Mein „Mini-Camper“ ist allerdings ein Dacia Sandero Stepway. Ich weiß also nicht, inwieweit die Maße für deinen Clio passen. Das lässt sich aber sicherlich anpassen. Allerdings ist auch bei mir gerade Ferienzeit. Ich kann deshalb nicht sagen, wie schnell ich die Abmessungen liefern kann. Ich hoffe, das passt dann noch für dich.
      Liebe Grüße, Monika

    • Hallo Alexandra,
      wie versprochen, findest du unten im Beitrag jetzt Skizzen mit den Abmessungen meines Ausbaus. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim „Umbauen“ und Reisen mit deinem Clio!
      Liebe Grüße, Monika

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