Die eigene schamanische Trommel bauen

Meine eigene schamanische Trommel 

Endlich ist sie fertig!
Meine eigene schamanische Trommel.
Ein lange gehegter Wunsch geht in Erfüllung!

14 Tage hat der Bau gedauert und mich viel Schweiß, ein bisschen Blut und Hautfetzen, und sogar ein paar Tränen gekostet.

Es war ein intensiver und bewegender Prozess. Und jetzt halte ich sie in Händen und ihr Klang ist unbeschreiblich schön! Ich freue mich schon riesig auf ihre ersten Einsätze bei meinen schamanischen TraumRaum-Reisen und NaturCoachings.

 

Trommel bauen … so geht’s:

Zuerst der Rahmen:

Dünnes Balsaholz zuschneiden und teilweise vorschleifen. Aus den Holzstreifen in mehreren Arbeitsgängen und Schichten den Rahmen der Trommel in der gewünschten Größe mit Holzleim kleben.

 

 

 

 

Im unteren Bereich den runden Rahmen mit zwei Lagen dünnerer Holzstreifen verstärken. Diese fungieren als eine Art Ringanker, um ein Auseinanderdrücken des Rahmens nach der Bespannung mit der Haut zu verhindern.

In meinem Fall wurde der Rahmen noch mit Löchern im gleichen Abstand versehen, durch die später die Hautschnüre für die Spannung der Trommelhaut geführt werden.

Der Rahmen-Rohling ist fertig, jetzt geht’s an den Feinschliff!

     

Dann: Der Griff!

Aus einer Multiplexplatte einen runden Griff für die Trommel sägen und passend zur eigenen Handform zufeilen und schleifen. So lange, bis sich der Griff angenehm in die Hand schmiegt, die später die Trommel halten soll.

 

 

 

 

Ich hatte als Ausgangsmaterial eine beschichtete Siebdruckplatte. Die dunkle Beschichtung macht einen schönen Kontrast zum Holz. Aus haptischen Gründen habe ich allerdings die Beschichtung auf beiden Seiten meines Griffs herunter geschliffen.

Auch hier wieder fein schleifen. Damit sind die Holzarbeiten an der Trommel abgeschlossen.

Unterstützende Symbole oder Logo eingravieren

Mit Bleistift die gewünschten Symbole am jeweils angedachten Platz dünn und mit möglichst wenig Druck auf dem Rahmen der Trommel vorzeichnen. Dann die Bleistiftzeichnungen vorsichtig mit einem Lötkolben und etwas Druck nachzeichnen bzw. nachfahren.

 

 

 

 

Achtung! Der Lötkolben wird sehr heiß! Ich habe das Gerät immer wieder zwischendurch abgeschaltet und auskühlen lassen.

Mit den Symbolen bekommt die schamanische Trommel einen großen Teil ihrer Kraft und Berufung.

 

 

 

 

Über die Bedeutung der Symbole auf meiner Trommel und Ihre Entstehungs-Geschichte kannst du in einem separaten Beitrag in Kürze mehr erfahren.

Schützende Ölung

     

Nun das Holz von Rahmen und Griff zum Schutz vor Verschmutzung oder speckigen Fingerabdrücken satt mit Leinöl einreiben.

Die Haut zuschneiden

Bereits zu Beginn der Holzarbeiten ein ausreichend großes Stück Haut in Wasser einweichen. In meinem Fall war es die Haut eines Rothirsches.

     
Aus dieser Tierhaut dann die Rundung des Rahmens mit ca. 4cm Saumzugabe ausschneiden und passend zu den Bohrungen im Rahmen Löcher in die Haut stanzen. Eine Markierung an Rahmen und Haut hilft beim genauen Ausrichten der Lochungen.

               

Den Rand der Haut mit knapp 1cm Abstand um die Lochungen herum abschneiden, so dass sich ein hübscher wellenförmiger Rand ergibt. Die fertige Trommelhaut wieder ins Wasser legen, um sie weiter feucht zu halten.

Aus einem weiteren Stück Haut einen ca. 10m langen, zusammenhängenden Hautstreifen mit einer Breite von ca. 1cm schneiden. Das geht am besten, wenn man das Hautstück spiralförmig zuschneidet.

 

Die Haut auf die Trommel ziehen

Um die Haut auf dem Rahmen zu befestigen, diese auf dem Rahmen platzieren. Dabei die Markierung für die richtige Positionierung beachten.

Den schmalen Hautstreifen dann durch die Bohrungen der Trommelhaut und des Rahmens fädeln. Dabei von der Mitte des Streifens beginnen, damit für die Einfädelung des Griffs, die nun folgt, ausreichend Länge an beiden Enden des Hautstreifens vorhanden ist.

Die Trommelhaut kann zwischendurch nochmals angefeuchtet werden.

 

Das Spannen

Damit die Trommel später auch einen guten Klang erhält, muss die Haut nun gespannt werden. Dazu werden Nägel zwischen die Schnüre gesteckt und diese durch dreimaliges Drehen des jeweiligen Nagels aufgezwirbelt. Jetzt wird die Haut weiter über den Rahmen gerieben, bevor durch eine weitere Drehung der Nägel erneut gespannt wird. Dies geschieht noch weitere zwei Mal.

     
Die noch feuchte Haut sollte nun beim Anschlagen ganz deutlich vibrieren.

Über Nacht ruht jetzt die fast fertige Trommel, bevor an den beiden folgenden Tagen alle Nägel jeweils einmal eine weitere Drehung erhalten und die Trommel final gespannt wird.

Und zum Schluss:

Die Trommel in Besitz nehmen!

In etwa drei Tage nach dem ersten Spannen ist es dann soweit! Die Trommel kann eingeweiht und von mir in Besitz genommen werden. In einer kleinen schamanischen Zeremonie wird sie geräuchert und geweiht, mit den Elementen Erde, Luft, Feuer und Wasser:

Einreibung mit Sand aus einem Eimer für das Element Erde,
Streicheln mit den Flügelfedern eines Adlers für das Element Luft,
Bewegen über eine brennende Kerze für das Element Feuer,
und Einreiben mit klarem Wasser aus einer Schüssel für das Element Wasser.

 

Aho!

 

Ein herzliches Dankeschön, geht an Mike Köhler für seine geduldige Anleitung in der Drachenwerkstatt und die Bereitstellung von Material, Werkzeug und Wissen, und an den großen Geist, Großmutter Erde und die vielen Spirits, die den Bau meiner Trommel so wundervoll unterstützend begleitet haben. 🙂

 

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